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Paa en indlagt Seddel: _ Freündtlicher geliebter Sohne, Wor es fuglich sein khondte vnd Ewer L. Ir an geschefftenn sovil abzubrechenn vnd Ire gelegenheit also anschickenn khondtenn, Das sie vns zu getzlicher vnderredunge Nach der heiligenn iij Konig tag oder wan es Ewer 1. zum gelegnisten alhier zuersuchenn, Wolten wir solichs vonn ewer L. zu hochenn Dancknemen gefallen vorsthenn. Doch woltenn wir dieselben vngern zu was zwingen, So Ir zu misgefallenn vnd In disen winterlichen zeiten vntreglich wer. Derhalben es Jn E. 1. freundtlich bedencken zustellen. Datum vt in litteris. 67. 1562, 2 Januar. Vnnsern freundtlichen grus vnd was wir Ewer L. in muterlichenn trewenn Ehrenn liebs vnnd guts zuerzeigenn wissenn alzeit zuuornn. Durchlauchtiger Furst, freundtlicher hertzuilgeliebter Sohnn, Aus E. L. freundtlichenn Schreiben, Koppenhagenn den zweintzigsten Decembris geben, habenn wir vorstandenn, Wölicher massen vf derselben beuelch Dieterich Behr mit dem Muscowiter zu nutz vnnd wolfart der Lande etc. vmb fridenstandt gehandlt, Vnnd E. L. vmb bestendigernn fridenn werbenn zulassenn, auch Dieterich Behr an vns zubefurdern sambt ferrnerm vorwissigenn der Schwedischenn Legationn an vnsernn geliebtenn Sohne hertzogk Magnussenn ergangenn, Vnnd aus wasz statlichenn vorhinderungenn sich E. L. derzeit an vnns nit zuuorfugenn etc., Wie dan Ewer L. schreibenn nebenn angehefftenn bitten dieselb auff den Fall Ires nit erscheinens im bestenn entschuldigt zunehmmen weitleufftig vormeldet. Nun habenn E. L. freundtliche zeitung wir hochgedachts vnsers Sohns halben, das der Muscowidter wol zum Fridenstandt zubringen, Vund vnnser Sohnn vonn Ime wie vorhoffentlich vorsichert zubleibenn, zu hochenn freuden eingenohmmen. Dar uor wir dem allmechtigen Got danckenn, das er vns ein soliche fröliche Botschafft hat erfahrenn lassenn, Vnnd biten demutiglich, Er wolle S. L. vor allem bösenn gnediglich bewaren, Vnnd derselbenn arme vnnderthonen von dem blutdurstigen Muscowiter errettenn, Bedancken vnns auch gegen E. L. muterlichenn, das sie vns ein soliche vortrostunge zuerkhennenn gebenn. Mit was mutterlichen trawrenn aber wir vormerckt, Das wir Ewer L. alls des freundtlichenn hertzlieben Sohn zu notturfftiger vnnd ergetzlichenn vnderredunge vor vnserm abreisenn alhier nit habenn konnen, wissenn wir E. L. nit gnugsam schreibenn, Dann wir Immer zu der hoffnunge gelebet, Es wurde E. L. geschefften vnuorletzlich wol zwgeschehenn sein, Weil wir aber E. L. dahin vorstandenn, das es derselbenn auch Reichen vnnd landen erforderten, vnd teglicher furfallender noturfft halben vngelegen vor den Osternn dise Orter zuersuchen, Were vns schmertzlich 16 I B. 2 H. (1853).