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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 1.pdf/221

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77. 1562, 18 Juni. Dorothea vonn Gots gnaden zu Dennemark Norwegen der Wenden vnd Gothen Konigin, Geborn zü Sachsenn etc., hertzogin zu Schleszwig Holstein Stormarn vnd der Dietmarschen, Grauin zv Oldenburg vnnd Dellmanhorst, widtwe. Was wir ehrnn liebs vnd guts vormugen stets zuuor. Hochgeborner furst freundtlicher lieber bruder. Wir haben E. L. vorbittlich schreiben, Darin vormeldet, wölicher gestallt E. L. hannszen Schowgarts thadthandlung vorgebracht, als das er sich mitt einem weib alhier vorgriffen vnd derhalbenn vber gewallt zu zweyen dingstagen rechtlichen angefochten vnd in vnser vngnadt gefallenn etc., empfangen vnd derwegen beschehenn bitten, wir die Juget vnd trunckenheit, Insonderheit aber den Adel vnd gut herkommen erwegenn vnd den thätter, weil er sich berewe, zu gnadenn auffnehmmen vnd seine handlung der Ko. w. vnserm freundtlichen geliebten Sohn sollten vorschweigen, Vnd also mit einer geltstraff abgelegt vnd fridlich sein, Alles weitern inhalts E. L. ausfurlichen schreibens. Gebenn E. L. hieruff zuerkhennen, Das wir nit allein vmb derselben vorbitte willen, Sunndern auser eigner bewegnus geneigt vnd vns schuldigk erkennen, niemantz wider billicheit zubeschweren oder anzugebenn. Es ist aber andem, wie dan mit warheit vnd bestendigen grundt zuerzeugen, Das hans Schowgart vorflossnen heiligen Sonnabent, als den vjten dis monats Ein vnuorleumte magt, So vor kein weib gehalltenn, mit offentlichenn gewallt vnnd notzwange alhier in vnser Statt angefallen vnd betruglicher weis auser der Statt gefuhrt vnd zu sundtlichen werck gezogen, Auch hernach dieselbige genötigte personn, wöliche sich von seinem muttwillenn nit erweren konnen, nach gerurter vnser Stat abgewisen, Vnd sich an dem, Auch das er vnser hocheit beleidiget, nit gnugsam ersättigen lassen, Sunder den driten tag hernach alhier mit gefasten gewehren vnd buchszen ohne zweiffel mit sonderlichem vorsatzlichen bösen gemuht durchgereiset, damit einen offentlichen trutz angebotten vnd ein anzeig seines berohms erweisen wollen. Dabey dan E. L. vornunfftlichen zuerwegen, das kein Leid oder betrubnus seines gewalts vnd freuels zuerspirenn, Dardurch vnd vmb wolicher Sunndthafftiger thadt willenn, So doch vber eines Jeden frommen natur vnnd neigung wircket, Der ewige Gott ohnzweifelhafftigk zu hochster straff gereitzt, Wie dan befundenn, Das von wegen geringschatziger vbel vil erschröckliche plagen erfolget sein, Vnnd Gott der allmechtige soliche straffen vber beide hoches vnd niders standts ausgeweiset, So durch die obrigkeit vorzeihunge vnd nachlaszung geschehenn. Vnd haben demnach, weil Gott vnd vnser gewiszen von vnns fordert das vbel zu straffen, nit vmbgange haben konnen Soliche böse handlung an hochstgedachte Konig. w. vnsern geliebten Sohne gelangen zu laszenn, noturfftiglich vnd dise ding nit vber gewalt, Wie doch E. L. schreiben meldet, getribenn, Auch Jre I B. 2 H. (1853). 17