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125. 1564, 4 September. Vnser freuntlich grus vnd was wir in ehren liebs vnd guts vormugen zuuor. Durchleuchtiger Furst, Freuntlicher geliebter sohn, Nachdem vns E. L. Jungster tage durch derselben schreiben freuntlich zuerkennen geben, Wolicher massen sie den Churfursten zu Sachssen etc. sambt derselben gemahl vnser freuntliche geliebte Tochter an sich gegen Segenbergk bescheidenn, So mugen wir aus freuntlicher meinung hiemit nit vnderlassen, soliche zusamenkunfft hiemit widerumb zuerholen, Dan wir mugen E. L. muterlich nit pergenn, da E. L. nit geneigt wehre, Jre Reis zu obgemelter bescheidung erstlich vnd zuuor hieher zu vns zunehmenn, Sunder vns also vorbey zihen wolten, So muchten wir vns mittler zeit eher von hier entheben oder sunst nach gelegenheit enthalten. Da wir vns also E. L. sohnlicher heimsuchung nit vormuten solten, des wir vns doch muterlich nit vorhoffen, vnd gantz freuntlich bitten, Wan der vmbweg E. L. vnuorhinderlich vnd sein kan, E. L. wolle vns nit vor vber ziehen, Vnd bitten derhalben freuntlich, E. L. wolle vns in dem hiemit Jrer neigung zuuorlessig uorstendigen. Weiter konnen wir E. L. nit vorschweigen, das wir glaubwurdig berichtet, Wie das E. L. allerhand miszuortrauliche Sagen, was ietzigen krieg gegen dem Schweden belangt, bey etlichen vortrauten vff vns ergehn lassen etc., die wir vmb muterlicher bewegnus vnd wehmut hiemit zuschreiben vnderlassenn, dan wir vns zu E. L., als die vnder vnserm hertzen gelegen, einer solichen vnzimlichen zumessung ye nit vorhoffen, Sondern vus vilmer gantz bestendiglich getrosten sollen, Wan E. L. vnser muterlich getrew hertz, syn vnd gemuht, damit wir E. L. von derselben kindts wesen vff zu aller wolfart gewogen gewesen, zugedancken nehmmen, Es solte kein Orenblasser bey derselben, sonder das naturlich eingepflantzt vortrawen gegen vns als der muter vilmer glauben vnd stat gefunden haben. So kan ein ieder, der seine funff syn hat, bald glauben, wie ein Mutter Jres kinds vorgessen konne, Vnd weil nun der allmechtige got desfahls vnser hertz vnd zuneigung gegen E. L. vnd all vnsern kindern zum besten weist, So zweiffeln wir weniger dan nicht, Seine gotliche allmacht werde derselben gotlichen ahrt nach die ihenigen, so zwischen Mutter vnd sohn zanck vnd vneinigkeit stifftenn, vnd vns also heim duckischer nachredicher weis bey E. L. mit vngrund vnd falschem bericht eintragen, wol gepurlich finden vnd dergestalt richten, das E. L. vnd meniglich Erliebenden Stands Jre lugen offentlich befinden sollenn, Vnd es pfleget ohne das auch die warheit iederzeit durch zutringen. Das aber wollen wir E. L. muterlich vnuorholen haltenn, das wir wol etlich mals in gemein des kriegs in keiner bosen meinung gedacht vnd allerhand zeitung, wie es dan in dergleichen fellen pflegt zuzugehn, gehort, Aber wie wir vormercken, so sein vns vnsere reden bey E. L. zur vngepur vorkert vnd mit falschem bericht vmbgewendt worden, das dan der zeit vnd gedult zubefelhenn. Vnd wir wissen gewislich, das Blat wirt sich einsmal vmbschlagen, das