200
ren. Willen gegen einander gehabt haben wil, vneins werden, vnnd gottes huldt verlieren sollen. Derhalben der bose geist seine hoffteuffel vnd handes Leut vnder vns auch gern ietzo Wolte gebrauchen. Aber Wie wir wissen, das der liebe got Kein vnrecht leidet vnd alle vntrew strafft, Sein wir auch Jn vngezweiffelter hoffnung, Seine gottliche Allmacht Werd soliche heimliche Schmaichler, die vns als ein Muter bey Jrem leiblichen kind verliegen dorffen, zu seiner zeit wol finden vnd denselben hinfurter steuren vnd weh- Vnd wir biten dannocht E. L. als vnsern geliebten sohne zum vleisigsten, E. L. wolle vns den Angeber nhamkundig machen, So sol E. L. vil anderst vnd das wir wider got vnd recht belogen worden, befinden. Wir sein aber nit in abrede, das wir zuforderst an E. L. vnd dan auch an andere vnsere beederseitz Wolmeinende freundt in schrifften gelangen lassen, Warumb wir disen krieg vngern gesehen, Als namlich des kriegsrustung vnnd zwitracht ein anfang viles vbels sey, Vnd das dardurch vnausdencklicher schade kohnne eruolgen, Derhalben wir dan E. L. dazumal vffs vleisigst zum friden vermanet, vnd vnsere gute hern vnd verwanten mit allerhandt vmbstenden gantz treulich ersucht, Mittel vnd wege furzunemmen vff das aus disem beschwerlichen kriege widerumb mochte einigkeit werden, Vnd solichs alles erkhennen wir vns von Ambtswegen bey Gott vnnd E. L. als vnserm Kinde zuthun schuldigk. Vnd wir setzen ein fal, da sich E. L. gleich gantz vnd gar nach vnserm Willen gerichtet vnd gegen vns niemals gesundiget, Jnmassen dan E. L. in Jrem schreiben anziehenn, das sie nit Wissen, Warmit sie vnsern abgeneigten Willen verschuldt etc., So wil vns doch als einer getrewen Mutter nit geburen, in dem, das Jres kinds verderb ist, stil zu schweigen Oder zuschmeichlen, Sonder got hat vns ernstlich beuolhen der ruthen nicht zusparen vnd weder gunst noch vngunst anzusehen. Wolichs wir zum vberflus hiemit abermals nit vergessen vnd E. L. als einen sohn vffs vleisigst nochmals wollen gebeten haben, E. L. wolle gott den allmechtigen neben vns mit ernst anruffen, vnser gnediger helffer vnd Vatter zu sein Vnd vns von der grosen gefahr zuledigen vnd vns lernen erkhennen, das die Stercke des Rosses nichs helffe. So sein Wir in gewisser hoffnung, Wan wir aus rechtem hertzen dergestalt bitten, der liebe gott werde noch zu letzst gnad vnd frieden geben. Das aber E. L. sich so balde gegen vns verhitzen Last vnd sich Jrer sohnlichen zusag nit erinnert, Solichs gefelt vns nicht. Da sich E. L. auch nit erinnern kan, Das wir dieselb von Jugent vf insonderheit geliebet, Solte doch das geblut vnd sohnlich hertz, so in vnserm Leib getragen worden, E. L. ettwas bewegen vnd den boszen Leuten so balde nit glauben. Daruff Wir E. L. hiemit schliesslich wollen gewiszen vnd daneben vffs vleisigst gebeten haben, Hinfurter nit weniger vnser gehorsamer Lieber sohn begern zusein, als wir gern E. L. getrewe Muter allezeit pleiben wollen, Dan der liebe gott ein so nahe verwandtnus, Als zwischen E. L. vnd vns ist, ye vnuerletzt haben wil. Wir befelhen E. L. hiemit dem Lieben gott zu aller Christlichen Wolfart. der wolle E. L. vnsern Lieben sohn regiern vnd