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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 1.pdf/296

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148. 1566, 8 Maj. Was wir in muterlichen trewen ehr, liebs vnd guts vermugen zuuor. Durchleuchtiger Furst, Freundtlicher geliebter Sohnn. Das gemeine Sprichwortt meldet, Kein vngluck kombt allein. Also mag E. 1. verlassner Bruder hertzog Magnus mit warheit auch sagenn, Dan wie Cleglich es in denn Stifften zugehet vnd geschaffen ist, hat E. 1. aus beiligenden Copeienn zum teil zuersehen. Vnd ist zwar von anfang hero das clagliedlein gesungen worden, das sein l. all derselben vaterlich erbtheil E. 1. Bruderlich vbergeben mit dem bescheide, das E. 1. seiner 1. dagegen das Stifft Ozell vnd wieck zu einem vnderhalt vnd danckparlicher widererstattung frey solle lieffern, Sie vnd die seine auch dabey schutzen vnd handthaben, wie sich dan E. 1. daruff gar hoch verbriefft vnd verknipfft. Die wirckliche volg aber bis daher ist gewesenn, das gedachter E. 1. bruder nicht allein der zugesagten verschriebnen Stifft entrathen mussen, Sondern auch die arme vndersassen derselben lande sein wegen des nicht gehaltenen schutzes in dermassen vorderb iamer vnd nott gesuncken, Das es nicht gnugsam zu clagen. Vnd ist Ozell jungster zeit von der Kon. w. zw Schweden dermassen feindtlich vberzogen, Also das fast alles, ausgenomen was die Feste vnd etwan ein hoff oder zwen belanget, mit dem Brandt dem Erdtreich gleich gemacht worden, Vnd sein nun die arme leut in der Jrre, wissen vff Erden keinen trost oder orth da sie einkriechen mochten, Sterben also vor hunger vnd khummer. So lebt hertzog Magnus nicht weniger gar erbarmlich, zeicht in Churlandt von einem zum andern, hat vff Ozel keines hellers werts dan allein den namen. Die Festin Arnhsburg vnd was dem anhennig ist gehort dem Konig zw Dennemarck, wie sich E. 1. Stadthalter allweg vernemmen lest, Vnd mus also S. 1. erstlich Jres veterlichen Erbtheils vnd dan desihenigen, was E. L. dagegen zugesagt vnd verschrieben, gantz vnd gar entperen vnd vor der thur stehen. Vnd wirt S. 1. der wurdin nicht geachtet, da man gleich willens seine 1. von vaterlichem erb vnd zugesagten Stifften gar auszuschliessen, das man doch dieselbig vnd ire arme leut mit einem geringen briefflein trosten solt, dan dero briefflein sie in diesem werenden Krieg nicht eins bekommen, werden also sambtlich herrn vnd vnderthonen vber alle zuuersicht vnd zusag gegen windt vnd wag gestelt. Wolichs dis alles vns von den gemeinen Stenden gantz wehmutiglich vnd claglich zugemuth gefuret wirt, Mit vnderthenigster bitt wir wolten dises alles bey E. l. gedencken vnd vns erkhundigen, was doch E. 1. entlich thun oder lassen wolle, vnd wes man sich nochmals eigentlich zuuerlassen, dan da sie gleich selbst an E. 1. zugen, vermeinen sie doch vnser befurderen solte etwas nutzlicher sein. Nun ist Gott vnser zeug das wir solicher ding vil lieber wolten enthaben sein, konnen auch wol erachten, das es besser stunde, das wir als ein witwe vnd die muter vil mer von E. 1., als die Gott der almechtige in ein hohen standt vnd in die staffen Jres herrn Vaters gesetzt, trost hilff vnd erzeigung empfangen solten, Dan das wir eben E. 1. vermanen vnd erinneren