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zurichten hetten. Nun wissen wir E. 1. gelegenheit hirin nicht, vil weniger was E. 1. Jr in diesem ietzigen krieg vor gedancken vnd hoffnung einbilden, Begerens auch nicht zu wissen. Aber dannocht, nach dem kriegen ins gemein armut vnd allerley beschwer nach sich zeucht, Wie man leider ietzo in diesen Reichen siehet, Jst zubesorgen, E. 1. habe mit Jren eigenen die hend vol zu thun. So sol auch E. 1., wie wir berichtet, mer auslendisch kriegsuolck gewertig sein, Vnd dieweil nun solich gesindt, wa es hinkombt, vnder armen leuten vbel haushalt, wie es E. l. in Schonen vnd den andern Jren Reichen erfahren hat, Jst vermutlich, E. 1. werde desselben vber ietzig habende viles kriegsuolck hoch von noten haben vnd anderen desto weiniger helffen konnen, doch ist des besten zuhoffen. Was nun E. 1. raht vnd bedencken ist, bitten wir derselben verschrieben christlich andtwort. Zu einreimung des Stiffts Ozel ist hiezuuor noturfftiglich gebeten worden zu der zeit eh es verbrant worden, Nun es aber also ist, Bitten wir muterlich, E. l. wolle Gott nicht weiter erzurnen, Sonder mit ihrem Bruder hertzog Magnussen hinfurter also handlen, wie das Christlich vnd billich ist, Vnd wie E. l. gedencken bey Gott solichs zuuerandtworten. Wir habens von Jugent vff mit E. 1. treulich gemeint, vnd da es E. 1. vergessen, so wissens andere, vnd wolten gern, das E. 1. sich darumb Jres standes nicht vberheben, Sondern Jren getrewen brudern in aller freundtschafft zusetzen wolte, Sunst mit der weis mussen wir schir sagen, das vns das kindt, so wir zum meisten geliebet, auch zum grosten bekhommernus anthete. Das Walckendorff anfangs aus vnserm rath nach Lifflandt vorordtnet, Mussen wir bekhennen, Aber hernach, wie wir erfahren, das vns vnser hoffnung betrogen, haben wir E. 1. vmb gottes willen gebeten Jne mit sambt der verderbten Regierung widerumb abzusetzen, Vnd ist vnser meinung gar nicht gewesen vnd noch nicht, das darumb vnser armer Sohn gar entsetzt vnd veriagt werden sol, zu dem ist betriegen nicht seltzam. Wir achten E. 1., der eines hohern verstands ist, habe es selbst vnd mit grosserm schaden dan wir erfahren vnd erfehrts noch teglich von Jren kriegsleuten, Vnd darumb kan vns solichs nicht vorgeworffen werden, als hetten wir Walckendorff selbst hineingesetzt. Aus diesen oberzelten zustande hat nun E. 1. die gemeine armut vernommen, Vnd wir werden von E. 1. brudern derhalben gebetten ein schiff mit hering, saltz, korn, Speck vnd anderer noturfft hineinzufertigen, Ob vns nun wol soliches beschwerlich, wir auch mit verlierung des vergangnen schiffs, so wir s. 1. zugedacht, nicht geringen schaden gelitten, zw dem wir E. 1. brudern hertzog hanssen merertheils vff ietzigem Reichstage erhalten mussen, So wissen E. 1. auch selbst, das wir von derselbenn herrn vnd vattern hochloblicher gedechtnus wenig barschafft empffangen, noch geteilt haben, wie es in diesen Reichen gebreuchlich, So sein wir doch vngeachtet vnser vormogenheit, so fehr es sich mit vns Jmmer schicken wil, S. 1. ein Schiff mit gemelter