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elter sein vnd weiser leut gnug haben, sich vbeler vergreiffen konnen, dan eben hertzog Magnusz. Zudem sein die gemachte schulden merertheyls zu E. 1. besten kommen, dan damit ist Kornn vnd andere noturfft zu E. 1. besatzung Arnsburg, wie sie getaufft wirt, gekaufft, Auch sein die Lantzknecht daruff damit bezalt wordenn, zugeschwegen, das E. 1. balde nach Jres hern vaters seligen absterben hertzog Magnussen vaterlich Erbtheyl genossen vnd bisher ingehabt vnd Jres gefallens vileicht versetzt oder verkaufft, dagegen aber hertzog Magnusz keines wegs ettwas in liffland vor sein vaterlich Erbtheil geniessen konnen. Vnd solte nw S. l. noch gelt darzu gebenn, das wer vnrecht. Es stunde besser, das S. 1. widerumb zu Jrem vaterlichen Erb, wa das noch vorhanden, kommen mochte, vnd hierin Jren damals gehabten kintlichen vnuerstande zu hilff nemmen. Dis mochten wir E. 1. aus freuntlicher meinung auch nit pergen. Datum vt in literis. Vnd hat zwar s. 1. ein feinen raht gehabt damals, Namlich her vlrich ber, Christoff van Munchaussen vnd andere gesellen, die s. 1. zugeben worden vnd die wol Ein gantz keyserthumb verzeren konnen. Dorothea. Bilag til Nr. 148. 1566, 9 Mai. Dorothea von gots gnaden Konigin zw Dennemark Norwegen etc. Geborn zw Sachssen etc. Widtwe. Vnnsern gnedigsten grus zuuor. Gestrengen Erbarnn vnd Ernuesten Besondernn liebenn. Vnser freundtlicher geliebter sohne hertzog Magnusz etc. sambt derselben trostverlassnen vnderthonen haben vnss bey Jrer bottschafft gar klaglich angezeigt den Jamer vnd not, den sie samblichen mit einander ausstehnn, wie jr aus den copeyen sehen konnet, die wir in vnsers geliebten sohns Konig Friderichs Cantzlej geschickt, Vnd haben bey vnserm muterlichen gewissen nicht vnderlassen konnen gedachtem vnserm sohn vf dise weis zuschreiben, Wie Jr aus beyligender Copej auch sehen konnet. Gesynnen dabej gantz gnedigst, Jr als die Reichs rehte, so vnsers geliebten sohns Konig Friderichs zeitliche vnnd ewige wolfart ohne zweiffel treulich meinen, Wollet Jrer 1. doch allerhandt christliche bewegnus zugemut furen, Damit Jre 1. sich gegen dem Bruder also erzeige, das gottes zorn noch nicht mer geheuffet werde, Dan Krieg vnd vngluck kombt von vnser Sunden halben. So ist nun der grosten sunde eine, Seinem bruder oder negsten enziehen was jm geburt. Es heist: was du wilt das dir geschehe, solt deinem nechsten auch thun. So sagt auch die heylige schrifft, die sunde werde nicht vergeben, Es werde dan wider erstatet, was seinem nechsten entzogen. Derhalben