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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 1.pdf/375

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schrifftenn, so ein zeittlang her jnn den pöfel gesprengt, gnugsam zuuernehmen. Vnnd hett aber den dingen vnnsers ermessens zeittlicher vnnd ohne weniger ergernis wol mas gegeben werden mugen, so mit christlicher vnnd jnn der heiligen schrifft gegrundter erclerunge von dem herrn Philippo vnnd euch were verfahrenn wordenn, souil weniger wurden Jllyricus vnnd andere jnn den Sechssischen Kirchenn vnnd sonnst hin vnnd wider sich gegenn euch vnnd die schul zu Wittenberg haben einlassen dorffenn, Wurdenn auch destoweniger bey dem gemainen Mann beyfall gehabt habenn. Weil aber eur proposition also jn genere, wie die jn der veranthworttung wider Ambstorffenn gesetzt, gelautet vnnd volgig jnn etzlichenn schrifftenn vast vndeuttlich auch wider erholet, das ob wol gelerttenn Leuthenn domit gnug möcht geschehenn sein, so die Recht verstandenn, gleichwol vilen armen gewissenn dardurch jrrunge, zerruttunge vnnd zweiffel gemacht, Habenn wir auch vhor vnns selbst bis daher wie auch noch mit der vngewonlichenn proposition nicht konnen zu friden sein. Dann wir gewis wissenn, das der selig vnnd theure Mann gottes Doctor Luther dieselbe dermasszen wie jr niemals gebraucht, konnen darumb nicht wissen, wie ebenn jr, sonderlich jn der beschwerlichsten zeitt, do am meisten bey reiner lehr vnnd gewisser red zuuerharren nöttig, zu solcher geferlichen proposition geratten, do jr derselbenn ohne zweiffel bey leben Doctor Luthers nie erwehnen dorffen. Jr wisset auch, was wir zu etzlichen mahln gantz gnedigst christlich vnnd wol gemeint an euch schreiben lassen, das jr der proposition abstehn vnd euch darauf gegenn vnns ercleren möchtet, Aber wir haben noch vf disen tag dergleichen nichts gesehenn, sondern was jr jetzo jnn disem druck gethan, daraus wir nicht ein geringen argwohn erschöpfft. Nu jst jnn dem vbersandten druck eur bekendtnus von der justification nicht zuuerwerffenn, habenn deren auch gnedigsten gutten gefallenn, Woltten auch, das jr darbey blieben weret, vnnd euch der Proposition, das gutte werck zur seligkeitt nöttig, ohn allen weittern anhang gantz begeben hettet. Wie wol solchs ad partem geschehenn, so finden sich doch dunckle reden darjnn, das vast scheint, Als woltet jr die proposition vhor recht verteidingen, vnnd allein den leuthenn zugefallenn solche vnderlassenn. So wirdt auch von euch jnn dem druck gemelt, das jr niemals gelert, noch jn Predigten, lectionibus oder schrifften, Das denn glaubigenn gutte werck zur seligkeit nottig sein, Do doch jn eurem scripto wider Amstorffen clar vnnd ohn alle deuttunge jn genere stehet, Gutte werck sein zur seligkheitt nöttig vnnd konne Niemandt ohn gutte werck selig werden, mit anhange das jr also gelert vnnd hinfurter noch jmmerdar lehren wolttet, vnnd das der anathema seyn solt, der anderst glaubt oder lertt. Dann habt jr zum theil auch jn der vorrede vber den Sermon zu Leiptzig solchs vast erwiddert. So setzt jr auch vast jm ende eur vbersandten gedruckten bekandtnus, das jr Niemandt zu weitterm zanck vrsach gebenn wollet, mit erbietten Das wortt, gutte werck sinndt zur seligkeitt vonnottenn, von wegen falscher deuttunge nicht weitter zugebrauchenn, wie jr euch dann deren wort etzlich 36*