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befelichsbrief an jren ambtman Gadendorff zukhommen lassen sich der bauren gentzlich zuentschlagen, auch das vns der burgermeister alhie die achtzehen hundert daler volgen lasse, dan gemelter burgermeister hat sich verpflichten mussen ohne sein des Gadendorffs willen das gelt nit von sich zugeben. So viel dan die geistlicheit jn Alsen vnd Arr betrifft, jst Got vnser zeug, das wir vnsere verordnung aus keiner bosen meynung gethon, allein aus der bewegnus, das der alte probst vndienlich ist, vnd das bey jm den kirchen vbel vorgestanden wirt. Weil dan vnser probst her Johan ein gelerter vnnd Gotsforchtiger junger vnuerdrossner man ist, bitten wir nochmals muterlich, e. l. wolle jne vns zu ehren in disem ambt pleiben lassen, vf das vns bey jederman kein schimpff widerfahr. Vnser will ist nit dem reich oder e. 1. jre gerechtigket zuentziehen, begern vns auch nit einzudringen vnd bitten, das e. 1. bischoffe vnsern probst vffs new, nit vnsernthalb, sondern in e. l. namen vfsnew einsetzen moge, allein das er vns zu ehren, wie gemelt, pleibe. Mit den armen zu Schweineburg wollen wir vns mit e. l. auch wol vertragen, das vnsernthalb gar kein schuld sein soll, sonder e. 1. soll vnsern muterlichen willen erspuren. Vnd ist in summa, Got weist es, vnser gemuht je vnd allwegen gantz muterlich gegen e. l. gesynnet gewesen, sol auch, wils Got, also pleibenn bis in vnser gruben. Anderst wolle e. 1. nit gedencken oder jr einbilden lassenn, darumb wir auch muterlich wollen gebetten haben. Vnd ob wir wol hertzog Magnussenn halbenn an den konig zu Schweden geschrieben, so ist es doch bey verlust vnser seelen allein dahin gemeindt gewesen, e. l. vnd disen reichen zum besten, vnd das durch solich mitel hertzog Magnussz ohne e. 1. schadenn frid haben mocht, weil sunst kein menschliche errettung verhanden, das also dem armen menschenn geholffenn werdenn mocht. Aber das schreiben an den konig zw Schwedenn, vnangesehen das hertzog Magnusz es anfangs gern gesehen, jst nit vor sich gangen vnd ist noch bey hertzog Magnussen, vnd vns ist es gantz lieb, das e. 1. dasselbige, wie wirs verfertigt, lese zusambt dem schreiben, so wir an hertzog Magnuss gethan, darin ausdruckentlich stet, bey leib nichs zubewilligen oder ein zugehn, das e. l. zu wider vnnd schedlich sein konte, darin er sich wol vorsehen wolte. Aber dauon ist nit viel zumelden, dan vnser muterlich hertz, daruon e. l. eben so wol als die andere vnsere kinder erneret worden, vber zeugt vns, das wir einem so viel als dem andern gonnen, vnnd vns zu gleich lieb sein. Warumb solten wir dan e. l. als vnsers leiblichen kindts vergessen vnd wieder sie sein, als wider vnser aigen fleisch. Das wolle e. 1. aigentlich glauben vnd jr nichs anderst einbilden lassen, dan was wir gethon vnd noch thun, wollen wir jederzeit bey e. l. als vnserm lieben sohn vnd allenthalben mit vfrichtiger stirn vnd mit gutem gewissen bekhandt sein. Das wir namlich e. l. von hertzen lieb haben, das wolten wir e. l. muterlich nit pergen, mit gantz freundtlicher bitte, weil e. l. also vf diser naheit ist, sie wolle vns die getrewe muter alhie sohnlich besuchen, so wollen