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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 3.pdf/114

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daraus zu befinden, dasz er etlicher gethoner rede gestedt. Wir haben jn aber von denselben reden ausz aigner bewegnusz nit gefragt, vilweniger dasz wir zeit vnsers lebens daruf gedacht hetten, dauor vns Gott behuttet. Der weist aber zum bestenn, wasz vor reden gefallen. Vnnd ist wahr, wa es von dem lieben Gott ausuersehen gewesen, das wir aus keiner vorwitz, sonder vnserm negsten zum besten vnsz zu der bewustenn heurat begebenn, vnd hetten dadurch zwar niemant sondern allein vns vnd vnserm leib schaden gethon. Es hat vns auch magister Paulus geratten, wir solten frembde gelerte leut fragen. Hat er nun gewust, dasz esz vnrecht, hett er wol sagen konnen, esz were leicht fertig vnnd vergeblich ding leut zufragen vmb dasz, so offenbar gegen Gotts wort. Aber er hat vnsz wol mermals anderst gesagt. Lassen derhalben seine vorgewandte entschuldigung in seinen vnwurdin. Vnd da er vns Christlich zu gemut gefurt hette Gottes zornn vnd verbott, hetten wir es wol pleiben vnd weiter darnach nit fragen lassen. Jtem er hat vns midt mund vnd hand zugesagt nichs nachzusagen, wie ers aber gehaltenn, dasz wissen e. l. selbst wol. desz sagenn Er schreibt, er habe vns bey vnserm herrn seliger verandtwurt, wir jm kein dancken, dan einem prediger geburt die warheit nit zuuerschweigen. So weist er, als den wir in all vnsern sachen zu rat gezogenn, das wir niemals etwasz begert zubewilligen, so wider ein Christlich gewissen, darumb er vns gantz leichtlich vnd mit guttem gewissen entschuldigen konnen. Vnd zwar, da wir die sach nit der gedult empfelhen thetten, hetten wir vrsach zu klagen vnd mit dem heiligen Dauidt zu singen: der mein brot isset, tritt mich mit fussen. Dan man weist wol, wolicher gestalt er seines abschides von hinnen, da zu wir jm kein vrsach geben, erwenunge gethon hat, vnd solichs geschicht, das er sich entschuldige, vns aber e. 1. muter desto mer in verdacht setze. Aber weil wir ein frölich gewissenn vnd nach Gotts gebott vnserm nebenchristen gern vergebenn, haben wir vns leichtlich zu vberwinden, wollen jm auch von hertzen verzihen haben, vnd gedencken, das esz Christlicher sey gewalt leidenn als gewalt thun. Er hat nu kreutz gnug, Got weist warführ, der wirt an ihenem tage allesz offenbaren vnd vnsz zeugnusz geben, das wir esz mit m. Paul so treulich gemeint als vnsere eigene wolfart, keiner andern vrsachen halben, dan allein das er vnsers herrn vnd vnser beuchtuater gewesenn vnd das er Gots wort geprediget hat. Vnd zwar, da er winckelpredigten gethon, wurden wir sovil von jm nit vnd nicht alles vor euangelium gehalten habenn. Es hat vns aber Got, dem wir dancken, hernacher seine gebrechen gnediglich sehenn lassen. Solichs haben wir e. 1. als vnserm hertzlieben sohn anzuzeigen nit vnderlassen mogen, nit das sie wider m. Paul verbittere, sonder mit vns als jrer getrewenn muter ein gedultig Christlich mitleiden habe, dan was vns geschicht, das geht e. l. mit an. Vnd bitten daneben,