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jungen empfangen vnd vernommen vnd versteen daraus, das e. l. vnser beschehne verordnung des probsts halbenn hart zugemut ziehet vnd vmb erklerung ansuchen. So hat nu e. l. so schrifftlich so muntlich von vns gehort, aus was Christlichen vrsachen solichs von vns geschehen, namlich das der alte probst alt, schwach vnnd selbst vmb vrlaub gebetenn, vnd das die kirchen bey seinen zeiten vbel regiert worden, vnd das dieser ietzige probst, der ohne das ein kirchen im lehen hat, gelert vnnd eines guten leben vnnd wandels, so ist der bischoff in Funen merertheyls des jhars kranck vnd koembt seltenn zu visitierin, dardurch die kirchen mit der zeit in hochste verseumnus wurden gerahtenn, wa nit ein einsehen geschehe. Weil wir dan durch Gotts gnad ein obrigkeit dieses orts seynn, wil vns ja nit anderst geburen vns vnsers von Got befolhenn ambts zuerinnern vnd zuzusehen, so viel menschlich, vf das die kirchen, wolichs vf diser welt das furnembst ist, bey geburlichem vfsehen Christlich vnd wol erhalten werdenn. Hoffenn derhalben nochmals, das wir e. 1. nit entgegen gethan, vielweniger zwischenn e. l. vnnd jrem bruder hertzog Hanssenn vneynigkeit anrichtenn solten. Got ist vnser zeug, das vnss vf dieser welt kein grossere freude zugeschehenn, als eben wan vnsere geliebte kinder in einigkeit lebenn. E. 1. weist, das hertzog Adolff zu Holstein strax im anfang seiner regierung all derselbenn kirchenn, so vom bischoff zu Ripen regiert worden, zu sich gezogenn, desgleichen thut, wie vns vorkhümbt, hertzog Hans mit Femern auch. Vnd wan dan e. l. die gelegenheit also bedenckt, vnd das wir es aus keiner bosenn meinung, sonder, wie wir es bey Gott bezeugenn, aus Christlichem vornemmen gethon, vf das wir in dem, so Gott von vns fordert, vnser gewissenn frey behalten mogen, bitten wir nochmals gantz muterlich, e. l. wolle es bey vnser verordnung des probsts sohnlich pleiben lassen vnd bosen leuten, die zwischenn muter vnd sohn gern feindschafft erweckenn, nit glaubenn, dan wir sein vnd pleiben iederzeit e. l. getrewe mutter vnd e. l. vnser liebster sohn. Das wir aber einem kind allein anhangen vnd das ander gar verlassen solten, kan vnser gewissen nit allein nit verandtworten, sonder es hat e. l. vnser gemut darin selbst gehort, dabey wir vnsers sohns Magnussen hendell hiemit auch meinen. Vnnd was die Schwedische heurat belanget, jst meniglich bewust, das durch eine Christliche ehstifftung wol ehrmals grosse krieg gestillet, vfs new freundschafft vnnd friede gepflantzet vnd euserster verderb landen vnd leuten abgewendet worden. Wan dan e. 1. bruder hertzog Magnuss durch eine heurat jr land vnd leute zu friedlichem stande vnd wessenn bringen vnd die abgedrungenn land vnnd leut wieder erlangen mochte, konte e. l. seiner 1. solichs ye wol gonnen, da sunst kein andere rettung, menschliche hilff oder trost verhanden, vnd dieweil es ohne e. 1. schadenn vnd nachteyl geschehe. So were auch zu Got zu hoffen, das durch soliche Christliche mittel seine Gotliche allmacht diesen ietzigen krieg zwischen Dennemarck vnd Schweden auch stillen vnd aus feinden freunde machen wurde, wie merermals geschehenn, vnd wurde zwar dardurch Schweden vielmer geschwecht, wan