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156. Brev fra Welsinger til Christian III. 1541, 4 December. Durchleuchtigister grosmechtigister kunig. Ewer koniglichen mt. seien mein vnndertenig gantz gutwillig dienst beraits vlis zuuor. Gnedigister kunig. E. ko. m. werden sonnder zwiuell gnediglichen vernemen, welchermassen derselbige gesante an ko. m. hoff ankomen, von jrer m. empfangen, alle sachen verhandlet vnnd volgens von jrer m. abuertigt worden, dartzu ich als der geringst vnder dem hauffen meinen muglichen vlis, als derjhennig der e. ko. m. iederzeit zudienen beraitt ist, furgewant. Darneben sag ich e. ko. mt. gantz vnnderthenigen danck e. ko. m. abconterfehung in gold, so mir von e. ko. m. wegen von derselbigen secretarien Jerg Corper zugeschickt, mit beger dieselbig jn e. ko. m. namen an das kettelin, so dieselbig mir gnediglichen vereren lassen, zuhencken vnd zudragen, welches sonder zwiuell ich von gutem hertzen bis in meinen dodt von e. ko. m. wegen gern gedragen wolt haben. So will ich aber e. ko. m. vndertheniger maynung nit bergen, das ich solche abgonterfehung der ko. m. meinem gnedigisten hern gezaigt; als nun ir m. dieselbig woll ein halb stundt besichtiget, hat sie irer m. so vbell gefallen, das mir nit muglich ist solliche widerumb zubekomen, sonder bey jrer m. handen beliben. Doch mugen mir e. ko. m. wol gelauben, so ich gewist hette, der ir m. willens were gewest dieselbige zubehalten, solt sie warlich irer m. nitt zusehen sein worden. Doch will ich e. ko. m. nit bergen, das solliche e. ko. m. abgonterfehung in guter geselschaft gesehen ist worden in beiwesen des renfendlins vnd was darunder gehört, welche vnd ein iede derselbigen solliche abconterfehung haben wollen. Damitt nun e. ko. m. ein wissens haben mug, was das renfendlin ist, wurdt deshalben e. k. m. er Eskell Bilden ritter gnugsamen vnderricht geben kunden. Bemelter er Eskell Bilden hat als fur sich selbs mit mir von weitem einer sachen halben gerett, vnnd ich volgens mit ko. m. meinem gnedigsten hern auch als fur mich selbs bemelter sachen halben anregung gethon, wie e. ko. m. von eberurtem ritter vernemen mugen. Neuer zeittungen, so mir am hof haben, ist, das zwo posten nach ain ander ankomen, welche baid neue zeittungen glichformig einer dem andern gebracht, das der kaiser einen grossen schaden vf dem mer erlitten sol haben. Namlich sollen irer m. zwolf galleren durch gewitter vnd hundert vnnd funffzig schif mit allerley prouiand erdroncken vnnd siben galleren zu grundt geschossen von den vinden, vnnd hatt der windt noch etliche galleren an das land geworffen, welche die findt gefangen vnnd was darin gewest erwirgt; vnd kan man noch nit aigentlich wissens haben, wo der kaiser hinkomen ist.