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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/203

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27. Beretning fra Gustmeier. 1674, 26 Februar (gl. S.). Nachdem ich anno 1674 den 8/18 Februar auff erhaltene königliche allergnädigste ordre von Dantzig nacher Warschau abgereiset, aber nicht ehe alsz den 1ten Martij wegen bösen winterweges und groszen schnees daselbst angelanget, empfing ich darauff desz folgenden tages, nemblich den 2 Martij st. n. von m³ Crondal die vertrawte nachricht, dasz der herr Sehestedt deszelben morgens auch angekommen. Weil ich nun leicht muthmaszen konte, dasz der herr Sehestedt diejenige qvalificirte person wehre, an welchen mich meine habende instruction verwiese, habe ich mich ungeseumbt zu demselben verfüget und ihme meine auffwartung vermöge allergnädigsten koniglichen befehls in ermangelung eines secretarij angetragen, und auff deszen geneigte veranlaszung mich darauff den 4ten dito zu demselben und in seine svite begeben. Nun hette ich zwar wünschen mögen nur ein oder 2 stunden ehender seine ankunfft vernommen zu haben, ehe dan seine und meine anwesenheit andern kund geworden; allein weil ich mich vorhero schon bey Pastorio vertrawlich anmelden laszen, konte ich dieses meines congres ohne deszen offension nicht mehr decliniren, sondern muste mich auff deszen begehren in einer kirchen, weil es unvermerckt zugehen solte, einfinden und beichten, worin ich dan umb soviel weniger scrupel machte, weilen alles dasjenige, was præliminariter von mir woll oder übel geschehe, zumahlen bey Pastorio, von so groszen bedencken nicht wehre, dasz es dem hauptwerk nachtheilig sein oder durch desz herrn Sehestedts operation nicht leicht rectificirt werden könte. Unterdeszen weil mir gleichwoll die anleitung, dazu sich Pastorius so offte erboten, sehr dienen konte, so bate ich ihn anfänglich, er wolle redlich mit mir umbgehen und mir an hand geben, wie ich desz orths meine wenige negociation am kräfftigsten und behutsambsten könte anstellen, bisz ein ander ankehme, der mit mehrem nachdruck die hand ans werck legen würde, vnd könte ich ihn vermöge meiner instruction woll versichern, dasz die faveur, so er mir hierunder erwiese, von meinem hohen principal mit würklicher königlicher gnade würde erkant werden. Worauff er mir andwortete, dasz nicht allein er, sondern viele magnates nach meiner ankunfft verlanget, denen ich nicht unwilkommen sein würde; ich müste mich aber jezt nicht seumen noch mich da lang auffhalten oder viel sehen laszen, sondern es wehre für nötig und rahtsam erachtet, dasz ich mich von stund an nach Lublin zum feldhern begebe, welches der erste und nötigste anfang einer glücklichen verrichtung sein würde; der herr vice cantzler selbst riete dazu und wehre erbötig mir schreiben an den feldherrn mit zugeben und einen favorablen acces bey ihme zumachen. Endlich aber fragte er mich, ob ich ein creditiv oder sonst schreiben hette. Jch andwortete, ich hette nichts mehr alsz einen königlichen befehl in form einer instruction, worin auch seiner gedacht wehre, und zwar solchergestalt, dasz es ihme nicht übel gefallen würde; zog darauff eine copie desz