Spring til indhold

Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/205

Fra Wikisource, det frie bibliotek
Denne side er ikke blevet korrekturlæst

138

mal bate, er wolle vermöge desz guten vertrawens, welches zwischen unsz wehre, die geschehene ouverture in geheim bey sich bleiben laszen und mir ferner mit gutem raht zu statten kommen. Desz folgenden tages kahmen wir wieder zusammen, da er alsobald anfieng und sagte, er hette gehöret, dasz ein gesandter ausz Dennemarck über Hamburg zu Warschau angekommen sey, und erinnere er sich, welcher vermuthlich derjenige sein würde, von welchem schon vor 8 tagen die gemeinen gedruckten Königsbergischen zeitung gemeldet, dasz er mit 3 millionen rthlrn verhanden wehre; worauff ich andwortete, dasz ich davon nichts wüste, wan ich aber weiter in vertrawen mit ihme reden dürffte, so wolte ich ihme nicht bergen, dasz monsieur Sehestedt angelanget wehre, dasz er aber den characteren eines legaten, ja gar 3 millionen mit sich gebracht hette, könte ich weder den Königsbergischen zeitungen noch den Hamburger fuhrleuten glauben; unterdeszen könte ich woll leiden, dasz zu seiner avantage vieleicht von unsern wiederwertigen solche träume, die man nicht wehren könte, auszgebracht würden; ich hette noch nicht anders an dem herrn Sehestedt verspüren, alsz dasz er nur alsz ein privatus wehre hergekommen, hette er aber mehr in commissis, so würde er seine ursachen haben sich nicht ehender alsz zu seiner zeit zu decouvriren. Hierauff sagte Pastorius, er wolte gerne dennoch mit ihme sich sprechen, und damit es ohne groszes auffsehen geschehen möchte, so wolte er in der kirchen oder sonst in loco tertio mit ihme zusammen kommen; welches ich aber suchte abzulehnen und ihme zuverstehen zugeben, dasz ich solches dem herrn Sehestedt nicht zumuthen möchte, er kehme erst von der reise und hette sich noch nicht eingerichtet. Nichts destoweniger kahm Pastorius noch deszelben tages zu dem herrn Sehestedt in sein logiment, welcher ihn dan nach geschehener unterredung mit solcher höfligkeit dimittirte, dasz er nicht ursach hatte sich zubeschweren, noch auch ihn gar zuofft zumolestiren und sich gar zu sehr bey diesem werke zu ingeriren. Nichtes destoweniger blieb Pastorius dabey, so offte ich mit ihme zusammen kam, dasz es einmal und für allen dingen nötig wehre den feldherrn zu allererst zu veneriren und zugewinnen, wofern wir guten raht annehmen und folgen wolten; desz feldherrn ansehen wehre jetzo bey der armée und in der gantzen crone so grosz, dasz alle senatores auff ihn sehen und der gantze senatus in puncto electionis ohne ihm, vielweniger gegen ihme nichtes decretiren, er aber hingegen vielmehr mit seinem beyfall die übrigen alle, so etwan noch circa personam eligibilem fluctuirten oder anderwertige absehen hetten, mit sich und in unsere partey ziehen würde. Hierbey führte ermelter Pastorius weiter an, welcher gestalt ohnlengst nach erhaltener victorie gegen die Türken der feldherr der armée einen guten fröligen tag gemachet, bey welcher allegresse die armée ihn mit groszer acclamation zum könig ernennet, er aber hette dagegen protestiret und nur dieses von ihnen gebeten, dasz sie ihn mit solcher ehre übersehen, gleichwoll aber niemand für ihren könig annehmen wolten, alsz welchen er fürschlagen und promoviren würde, welches alles der feldher an den vntercantzler berichtet, jedoch mit dem erbieten, dasz er, der feldherr, keinen andern die crone gönnen würde, alsz welchen der