Spring til indhold

Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/266

Fra Wikisource, det frie bibliotek
Denne side er ikke blevet korrekturlæst

199

56. Beretning fra Gustmeier ved hans anden Tilbagekomst til Danmark om Sagernes Gang i Polen. Udateret (1674, omtrent ved Midten af Mai). Ob zwar alles dasjenige, was biszhero in der Polnischen negociation hauptsächliches fürgegangen, ausz desz tit. herrn von Sehesteten relationen zur gnüge bekandt, so seind doch bey diesem wichtigen werke der umbstände und particulariteten soviel, dasz zu facilitirung desz endlichen auszgangs, welcher nunmehro auff dem schlusz und euszersten resolution stehet, nicht undiensam sein wird, dasjenige, was etwan bey der sachen sonderliches in denen 14 tagen zwischen meiner lezteren Warschawischen ankunfft und wiederabreise passiret, zum überflusz anzumercken, maszen die vielfaltigen unvermuthlichen alterationes und metamorphoses, so auff die leztere depeche, so ich von hier damals mitgebracht, erfolget, schier so wunderbar, alsz das werk an ihme selbst wichtig ist. Sobald ich nun damals mit vorgedachter expedition in der nähe bey Warschau angelanget, habe ich den herrn Sehestet meine ankunfft notificiret und auff deszen begehren und guhtfinden mich etzliche tage lang bey Cronthal daheim und verborgen gehalten, bisz der herr Sehestet von seiner erhaltenen ordre dem herrn Lubelski und Breza ouvertüre gethan. Worüber dan der leztere alsobald sehr bestürzt und trawrig, der erste aber so endrüstet geworden, dasz er den herrn Sehestet mit gar unglimpflichen harten worten continuirlich angefahren und ihme gleichsam seine ruin angedrewet, auch sich keines weges von ihme in langer zeit wollen wieder besänfftigen laszen, wobey auch viele der übrigen senatoren ihre biszherige displicenz mercken laszen, dasz man sie vorhin in einem solchen wichtigen werke præteriret und sich an den eintzigen woywoden, alsz wan er caput reipublicæ wehre, adressiret hette, so dasz der herr Sehestet schier nicht mehr wuste, zu weme er sich wenden solte, nachdem die sache so plötzlich ausz dem allerherlichsten in den allerdesperatesten standt gerathen. Den wie der herr Breza (deszen ehrliche intention nicht gnugsam kan gerühmet werden) und nebst ihme andere mehr vorgaben, war noch desz vorigen tages die sache in dem stande, dasz nicht 14 stimmen in der schoppe oder in campo electionis würden gewesen sein, die nicht hetten Vivat Georgius ruffen würden, so bald nur der nahme würde genennet worden sein, nun aber wehre alles umbgeschlagen und die wollaffectionirte zum höchsten bestürtzet, die wiederwertigen aber hetten anlasz bekommen zu glorijren und ihre frewde allenthalben auszzubreiten, insonderheit die anderen candidaten, welche dadurch einen muth und newe hofnung bekahmen mit vorgeben, dasz der printz ausz Dennemarck schon abgestanden und ihnen cedire. Worauff desz folgenden tages der herr Breza in Collo eine sehr bewegliche rede geführet, durch welche er die brüder zur einigkeit und unpartheylichen rahtschlägen ermahnet und gebeten ihre gedancken auff ein solches haupt zuwenden, dadurch nicht etwan einem oder andern sondern der gantzen nation