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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/269

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jhr. printzl. hochheit zum generalismo über das königreich Pohlen machen und stets umb den feldherrn sein laszen, bisz er das land und das land ihn beszer kennen lernete. Aber auch dieses hat gedachter woywode absolut auszgeschlagen und ist immer in terminis contradictorijs geblieben und gerathen, weil es eigendlich und am meisten umb geld zuthun wehre, möchte man sich nur keine andere hofnung machen, sondern nur algemach unterm prætext der religion sich retiriren, wobey er aber hoffen wolte, weil er albereits desz printzen wegen grosze depensen gemachet, solches ihme nicht unvergolten und ohne recompens bleiben würde, es möchte gleich ausz der sachen etwas werden oder nicht, wobey er auch noch ferner thun wolte, was er könte, aber ohne verseumung seiner eigenen commoditet. Dem sey nun wie ihme wolle, so ist der herr Sehestet in denen gedancken, dasz die depensen, die der palatinus gemachet, nicht eben gar grosz sein werden. Von dem herrn Breza aber ist bekandt, und habe ich davon gewisze nachricht, dasz ob er gleich keines recompenses gedencket, er sichs doch ein zimliches hat kosten laszen, zumahlen bey wehrenden dieten in Groszpohlen, da er nichtes gesparet, sondern in honorem et favorem serenissimi candidati nostri kostbare banqveten angestellet, auch im übrigen sich so erwiesen, dasz, wofern das werck vortgehet, er woll meritiret desz künfftigen königs cantzler zu sein, und der Bilinski deszelben marschall, weil diese beyde persone von sich selbst ein groszes bey der sachen gethan. Ehe aber der herr Sehestet von gedachtem Lubelski daszelbe mal abscheid genommen, hat er unter andern ihme fürgestellet, dasz vieleicht innerhalb 8 tagen ein anderer candidat von gleicher qvalitet in der religion zur bahn, ja woll gar zur cron kommen würde, auch cum dispensatione religionis, die man jhr. printzl. hochheit so schwer machete und ihn nur gleichsam zum stichblat hette, worauff Lubelski gesaget, er würde vieleicht hiemit den cuhrprintzen von Brandenburg meinen, und der würde auch preferabel sein mit seinen gethanen vorschlägen. Wiewoll nun dieser gestalt alles verlohren zusein schiene, so liesz es doch, alsz wan noch ein liecht in der sachen übrig; man wuste aber nicht, wo es war, bisz endlich dem Pastorio geglaubet ward, welcher den herrn Sehestet an den herrn vntercantzler endlich gebracht, und wegen seiner capacitet und sonderlichen eifers noch bisz dato zwischen ihnen beyden, wie auch bey allen andern, die etwas zusagen haben, gebrauchet wird. Er wehre auch selber mit mir anstat desz Cronenthals anhero gekommen, wen man ihn nur dort hatte miszen können, den er für allen andern, die sich für Dennemarck interessiren, die meisten und nützlichsten dienste dort thut, auch mit gefahr seiner eigenen interes, imfall an dieser seiten das werck verlohren gehen solte. Aber wieder auff den verlauff der sachen selbst zukommen, so ist gewisz, dasz sobald der herr Sehestet nur ein eintziges mal beym vntercantzler gewesen, er schon einen beszern muth bekommen alsz er vorhin gehabd; vnd ob zwar der vntercantzler auch alsobald mit dem lege indispensabili: rex catholicus esto, ihme begegnet, so konte er doch desz mannes bezeigung und gute inclination nicht gnug rühmen. Vnterandern hat der vntercantzler gesaget, sie hetten zwar gehoffet, der