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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/271

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eines andern haupt floriren würde, andere sentimens und gedancken bey dem printzen auffsteigen und die rewe mit sich bringen würden, da er ihnen dan schlechten danck wiszen würde, wan mit der andern competenten und insonderheit der nachbaren groszen frolocken Dennemarck einen andern, und vieleicht anders alsz man gemeinet, auff dem throne sehen würde, deme das königreich sambt einer so vortreflichen königin, die eines kaysers tochter und schwester ist, zutheil geworden; und obgleich der printz noch zur zeit mit seiner condition zufrieden, so könte er doch derselben vieleicht mit den jahren überdrüszig und ungedültig werden; vnd was dergleichen discoursen mehr wahren, welche zwar so grosz nicht zu attendiren, dennoch aber eine anzeigung groszer und ungemeiner affection seind. So wurd auch ferner halb und halb zuverstehen gegeben, dasz der gröste theil der andern senatoren mit dem palatino Lublinensi übel zufrieden wehren und ihme schier imputirten, alsz wan er nur gesuchet hette das werck beyzeiten zuhintertreiben und der andern gute intention zuhindern, indem er für seinen kopff solche harte puncta auffgesetzet und nacher Dennemarck geschicket, umb sie dort bald abzuschrecken; worin ihme aber vieleicht zuviel geschehen mag, ich solches auch nicht alsz eine gründliche warheit hier anzeige. Vnterdeszen weil endlich einer bey diesem fewer das sacrifice sein muste, auff welchen alle schuld geleget würde, und desz palatini reputation zu salviren und ihn mit dem herrn Sehestet zu reconcilijren, wurd endlich, jedoch mit meinem vorwiszen, vorgegeben, dasz ich, wie ich zum leztern zu Copenhagen gewesen, Pohlen so abgemahlet, dasz man sich die lust vergehen laszen umb die Polnische crone sich so gar sawer werden zulaszen, wobey ich es auch gerne ohne contradiction habe bleiben laszen, weil mir meines theils eine gute absolution, wan die sache woll gehen möchte, nicht endstehen konte. Jnmittels wurd zuverstehen gegeben, dasz man jetzo an der sachen soviel nicht würde zu flicken haben, wan man nur anfangs wehre auff den rechten weg und nicht zum Lubelski und durch ihn in die irre gerathen, da es dan nicht anders hette gehen können, weil die sache von anfang her versehen; es hette alles in höchstem geheim und gar leicht gehen und schon zur richtigkeit gebracht sein können, wan zuerst ohne groszes auffsehen ich allein nur nach Warschau gekommen, und eine qvalificirte person wie der herr Sehestet in der nähe, etwan zu Dantzig, solang incognito geblieben wehre, deme ich alles avisirte, solang bisz es zeit gewesen sich zu melden und zuerscheinen. Enfin so bald sich der vntercantzler desz werkes angenommen und in der stille daszelbe getrieben, hat sich alles bald anders und dergestalt angelaszen und sich gleichsam von sich selbst wiedererholet, dasz sich jederman darüber verwundert und es alsz ein mirakel angesehen. Nachdem nun ferner der cronenfeldherr zu Warschau angelanget, und der vntercantzler mit ihme von jhr. printzl. hochheit geredet, und der feldherr ihme geandwortet, dasz der printz nicht catholisch wehre, hat der vntercantzler ihme also geandwortet: ich nehme seine religion auff mich, ich bin ein geistlicher und musz davor sorgen. Von ihme, dem vntercantzler,