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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/283

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wesen, man solle des cron-printzen königl. hoheit auf den thron setzen und die beybehaltung der hiesigen regierungs-form sich von Franchreich garantiren laszen. Meines geringen erachtens sind hiebey folgende umstände hauptsächlich zu erwägen: Zuförderst ist zum grunde zu setzen, dasz zu bewerckstelligung solches vorschlages die cron Franckreich nothwendig concurriren müsze, da es denn darauf ankömmt, in wie fern der Frantzösische hof es seinem interesse gemäsz erachten würde eine so mächtige puissance in Norden ètabliren zu helffen, deren convenientz zuweilen erfordern könnte sich den absichten gedachten hofes mit groszem nachdruck zu wiedersetzen. Ruszland würde gewis alle kräffte anspannen um eine so mächtige vereinigung zu hintertreiben, welche ihm nicht anders als mit der zeit fatal werden könnte. Vor allen dingen aber scheinen auch die see-puissancen interessiret zu seyn dergleichen absichten sich zu wiedersetzen, welche ihrem commercio in der Ost-see höchst nachtheilig fallen dürfften; des königes von Preuszen und der übrigen Teutschen nachbahrn nicht zu gedencken, welche ihre rechnung dabey auf keine weise finden würden. Nun vermeinet man zwar hieselbst mit den Ruszen bald fertig werden zu können, und den jetzigen zustand der see-puissancen hält man vor viel zu ohnmächtig und verworren, um etwas mit nachdruck zu unternehmen, zumal wenn Franckreich mit der sache eins wäre und theils selbst, theils durch seine aliirten dazu cooperiren hülffe. Allein die frage würde seyn, ob man nicht in Schweden selbst die gröszeste opposition finden, und ihrer viele besorgen würden, es möchte theils die souverainitæt von einem so mächtigen herren nach gerade wieder eingeführet, theils auch fremde zu den hiesigen diensten gezogen werden, welches der nation eine unerträgliche sache ist; zu geschweigen, dasz überhaupt von der hiesigen disposition vorläuffig etwas zu sagen um so viel schwehrer fällt, da die Schwedische nation ungemein veränderlich, und es überdem ungewis ist, wie lange diese oder jene parthey, auf welche man rechnen könnte, sich bey ihrer superioritat mainteniret. Jch bin nicht im stande zu urtheilen, wohin in ansehung der hiesigen succession die neigung des Frantzösischen hofes gerichtet sey, halte mich aber überzeuget, dasz gleichwie derselbe überhaupt eine grosze jnfluentz bey diesem geschäffte haben wird, also ins besondre auch der graf Tessin sich hierunter den Frantzösischen absichten völlig conformire, und an erreichung derselben unter der hand mit arbeiten helffe. Ew. königl. may. geruhen inzwischen, allergnädigst versichert zu seyn, dasz ich, nach antrieb meiner allerunterthänigsten treue und eyfers, auf der einen seite meine reden und insinuationes bey gegebner gelegenheit mit so vieler sorgfalt und vorsichtigkeit einzurichten suchen werde, damit durch voreilige äuszerung einiges verlangens oder hofnung dero allerhöchstem interesse und gloire kein nachtheil erwachse, auf der andern seite aber auch die besondre neigung, welche ew. königl. may. bey der hiesigen nation sich erworben, beybehalten, und die gemüther in den favorablen gedancken gestärcket werden, welche sie obgedachtermaaszen verschiedentlich zu erkennen gegeben haben. Man hat bisher ohnedem das principium feste gesetzet, dasz der cron Schweden nichts nöthiger und vortheilhaffter sey, als eine recht aufrichtige freundschafft und vereini-