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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/284

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gung mit der cron Dännemarck, dergestalt, dasz obzwar das hiesiges orts projectirte Frantzösische band, welches die beyden cronen zusammen knüpfen sollte, durch ew. königl. may. mit der cron Engelland genommenes engagement vor der hand fehl geschlagen, man dennoch die hofnung nicht fahren laszen solches annoch zu bewerckstelligen. Es ist dieses meines erachtens die ursache, warum die cron Franckreich sich nicht allein gehütet einiges misvergnügen über gedachtes Englisches engagement blicken zu laszen, und daher dem herren Chavigni anbefohlen seine vorgewesene abreise von Copenhagen nunmehro expresse zu verschieben, sondern es ist auch gewis, dasz man dem graf Tessin aufgetragen alles in der welt zu versuchen, ob es nicht möglich sey ein objectum ausfündig zu machen, welches zu einer näheren verbindung zwischen beyden Nordischen cronen den grund-stein legen könne. Er wird zu solchem ende vermuthlich die bey künfftig zu besorgenden gefährlichen umständen in Europa zu nehmende gemeinschafftliche mesures, die verbeszerung des commercii beyder nationen, ihr nothwendiges zusammenhalten gegen die bedencklichen unternehmungen anderer puissancen und dergleichen betrachtungen mehr gelten zu machen suchen, zugleich auch versichern, dasz man hiesiges orts nichts anders suche als die ruhe in Norden beyzubehalten. Allein es kömmt in ansehung dieses letztern puncts auf die frage an, ob die mesures, so Schweden nimmt, diesen friedliebenden gedancken nicht wiedersprechen, und ob, unter dem vorwand seine sicherheit zu prospiciren, man nicht Ruszland mit gutem willen zum friedens-bruch reitze, auch ew. königl. may. alle dergleichen freundschafftliche vorschläge blosz in der absicht thue, damit allerhöchst dieselben bey sich ereignender ruptur die hände in den schoosz legen und ihnen ihre desseins ausführen laszen mögen. Gleichwie nun nicht zu läugnen, dasz die Schwedische nation gewohnt ist mit so vielen künsten und eigennützigen absichten umzugehen, dasz man sich nicht genug davor in acht nehmen kan, also bin versichert, dasz ew. königl. may., dero allerhöchsten weisheit nach, den schein von dem seyn und die schönen worte von der that wohl zu unterscheiden, inzwischen aber von der geneigten disposition dieses hofes zu beförderung dero allerhöchsten interesse nützlich zu profitiren wiszen werden, ohne einem hiesiges orts vielleicht abgezielten einseitigen vortheil die hand zu bieten. Man kan übrigens nicht wiszen, wie die umstände kommen können, und ist so viel gewis, dasz die Schweden allezeit lieber ew. königl. may. sich in die arme werffen als von Ruszland gesetze annehmen werden; da hingegen auf der andern seite, wenn Franckreich blosz vor sich einen printzen hier auf den thron zu setzen und, wie ohnfehlbar geschehen würde, denselben souverain zu machen suchen sollte, ew. königl. may. interesse alsdann in alle wege erfordern würde solches zu verhindern und mit Ruszland sich darüber zu verstehen. Es komme nun, wie es wolle, so dürffte die regulirung der hiesigen succession schwehrlich ohne weitläufftigkeiten abgehen und, meinem geringen ermeszen nach, vor die cron Dännemarck allerzeit eine gelegenheit seyn auf eine oder die andere weise gantz besondere avantagen dabey zu erlangen; wesfalls man den anlasz von der zeit zu erwarten, die mesures nach den umständen zu nehmen und die ausführung auf V B. 3 H. (1873). 28