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Side:Aarsberetninger fra Det Kongelige Geheimearchiv, indeholdende Bidrag til dansk Historie af utrykte Kilder. Vol. 5.pdf/372

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es auch ferner um so mehr unverändert verbleiben, als jhn die nahe verwandtschafft ohnehin dazu antriebe und verbinde. Es bekräfftigte der könig alle diese versicherungen mit den obligeantesten expressionen, die unterredung aber über diese materie wurde, ohne dasz ich nöthig hatte etwas wegen des Heszischen hauszes zu erwehnen, durch die ankunfft des grafen von Gyllenborg unterbrochen, und hierauf von lauter indifferenten dingen gesprochen. Sonsten hat mich auch vorgestern der Frantzösz. ambassadeur besucht, und als er gestern morgens wieder zu mir kommen wolte, bin ich zu ihn gefahren. Vorgestern sagte er mir nichts, als dasz er am freytag eine conference mit dem ministere gehabt und in derselben in generalen terminis zu erkennen gegeben, dasz Franckreich Schweden in seiner jetzigen situation nicht verlaszen, sondern, fals der friede mit Ruszlandt nicht solte geschloszen werden, mit allen kräfften beyspringen würde. Jn dem discours sondirte er mich, ob sich jhr. königl. hoht der cron-printz bald vermählen würden; ich frug: mit wem? und als er mir antwortete, dasz er dieses nicht wisze, replicirte ich, dasz ihr. königl. hoh. 20 jahr alt wären, dasz dieselben der eintzigste printz, und dasz, wann ich darüber solte befraget werden, allerunterthänigst anrathen würde keine zeit zu verliehren. Jch musz hiebey allerunterthänigst anmercken, dasz Palmstierna vor einiger zeit anhero berichtet, dasz ew. königl. maytt. einen ministre nach Berlin senden würden, und dasz man glaubte, dasz eine heyrath zwischen den cronprintzen und einer Preuszischen princesse auf dem tapis sey. Als ich gestern zu dem ambassadeur kam und von ihm wiszen wolte, was er mir zu sagen, so eröffnete er mir alle seine nachrichten und inquietudes, die unter anderen darin bestunden, dasz ich alhier nicht tout de bon vor den cronprintzen sondern vor das hausz Heszen arbeitete. Jch versicherte ihn, dasz ich gewisz recht von hertzen und völlig vor den crohn-printzen arbeitete, auch noch bis dato hoffte mit Göttlicher hülffe darin zu reussiren. Er erzehlte mir hierauf, wie er gantz gewisz wisze, dasz Engelland vor das hausz Heszen nicht nur hier sondern auch in Ruszland arbeite, auch einen courier dahin spediret habe um durch die Bestouchefs zu erhalten, dasz Ruszland in hoc casu Finnland restituiren möge, dasz auf solchem fall, oder wann Ruszland in faveur des bischoffs von Eutin ein gleiches thun würde, dieser, der eine grosze parthey habe, gantz gewisz reussiren würde, dasz man solchen fals Franckreich nichts imputiren möchte, dasz, so wie uns das hausz Holstein, also sey jhnen das hausz Hessen zu wieder. Jch replicirte, dasz man diesem allen zuvor kommen könte, wann sich seine parthey zu der meinigen schlagen wolte. Er antworthete gewöhnlicher maszen, dasz er davon nicht meister sey, weil seine partisans, wann er jhnen dazu riehte, sofort droheten, dasz sie sich vieleher zu der Eutinischen als Dänischen parthey schlagen wolten; der gantze discours lief endlich dahin aus, dasz Titley täglich couriers von seinem hoff erhielte und respedirte, in beständigen conferences mit dem ministerio sey, Lemaire und Palmstierna aber kein gehör oder zutrauen mehr bey selbigem fänden; gleichwohl sey es wieder Engellands interesse zu wollen, dasz die drey cronen vereiniget würden. Jch antwortete, dasz ich glaubte, dasz es keine puis- V B. 5 H. (1875.) 39