BREVE. 9. SEPT. 1875.
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mich täglich und versetzt mich in einen gedrückten gemüthszustand.
Unter solchen umständen habe ich nur eines zu thun. Ich richte die bitte an Sie, höchst verehrter herr professor, dass Sie, wenn mein aufsatz nicht ganz und gar cassirt wird, seine veröffentlichung beschleunigen werden. Ich bin überzeugt, dass die herren autoren, die vielleicht vortrittsrecht haben, mir gern dieses abtreten würden, wenn sie meine stellung kennten. Mittlerweile habe ich in Dänemark unterhandlung ein- geleitet um eine anleihe von 75 thl., womit ich mir wohl so lange durchhelfen kann, bis der aufsatz gedruckt vorliegt. Im falle dass es mir nicht gelingen werde eine anleihe zu stande zu bringen, muss ich das erste beste ledige stipendium suchen. Kann ich dabei nicht documentiren, dass ich etwas geschrieben“ habe, wird man mir es rund abschlagen. Ich habe daher noch eine bitte an den herrn professor. Können Sie mir nicht einen einfachen beweis dafür geben, dass ich einen ich darf vielleicht sagen zwei aufsätze eingesendet habe, die in die Zeitschr. aufnahme finden werden? Mit diesem und mit der, mir zugesicherten unterstützung Smith's und Thomsen's, der jetzt facultist geworden ist, ist doch eine möglichkeit dafür, dass ich hülfe bekommen kann. Sie finden mich vielleicht sehr anspruchsvoll, höchst verehrter hr. professor, aber noth bricht eisen. Ich habe keinen andern ausweg finden können.
Zu den aufsätzen werde ich noch einige bemerkungen geben.
Erst in betreff der überschrift. Da das haupt- resultat der untersuchung offenbar die entdeckung der urgerm. accentuation ist, wäre es vielleicht logisch rich- tiger gewesen eine darauf sich beziehende überschrift vorgezogen zu haben. Für die wahl der gegebenen