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KARL VERNER.
überschrift habe ich den subjectiven grund, dass ich selbst bei untersuchungen über die lautverschiebung unerwartet auf die accentuation stiess, und ich erinnere, welchen überraschenden eindruck diese entdeckung auf mich machte. Ich wollte daher in der überschrift den point des aufsatzes dem leser nicht vorgreifen. Von dem slavischen habe ich mich so weit möglich fern gehalten. Wo ich dies nicht habe thun können, stehen mitunter die slavischen angaben als behauptungen da, die einer näheren begründung bedürfen. Dies ist z. b. der fall mit der transponirung der serbischen be- tonung zu der allgemeinen slavischen betonungsbasis ¹). Auf die hierfür geltenden einfachen und bestimmten regeln sind Dr. Thomsen und ich unabhängig von ein- ander vor einigen jahren gerathen, ich konnte mir aber eine entwickelung ersparen, da mein hochgeehrter lehrer prof. Smith in einem baldigst erscheinenden, lateinisch geschriebenen universitätsprogramme 2) das nöthige geben wird. - Auch die als slavische grundformen angegebenen
- zálto-, *metti u. s. w., wo man bisher die altslav. formen
złato, mlěti u. s. w. als grundf. ansetzte, stehen ohne begründung da. Da indess Johannes Schmidt uns eine behandlung dieses interessanten punktes der slav. laut- lehre, welcher auch aufschlüsse über slav. betonungs- und quantitätsverhältnisse geben kann, in aussicht gestellt hat, habe ich es überflüssig gefunden darauf näher einzugehen.
1) s. s. 166 f. • .³)
- ) De verbis imperfectivis et perfectivis in linguis Slavonicis.
Kbh. 1875.
3) Her er udeladt en kort fremstilling af hans opfattelse af germ. nn (en lidt udførligere findes i et brev af 10-4-1875 til Vilh. Thomsen), således som han senere fremsatte den i sin af- handling s. o. s. 57 ff. Digitized by Google