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und die condition pro non adjecta gehalten, weil Sie nicht ex beneficio defuncti, sondern ex lege et consuetudine auch pacto et providentia primi acquirentis zu solchen Landen befuegt gewesen. Thuan. lib. 2 adde et Sleidan. Im Fürstl. Hause Heszen ist auch ein frisches Exempel, darin Landgraf Ludwig der Elter testiret, worausz zwischen den beyden linien HeszenCaszel und HeszenDarmstadt ein groszer langwieriger streitt entstanden, Und wiewol HeszenDarmstadt aº 1623 zu Regensburg ein obsiegiges Urtheil und darauf auch die execution erhalten, hat doch HeszenCaszel bey wehrendem Teutschen Kriege an Franckreich und Schweden sich gehänget und die Lande mehrentheils durch Hülffe dieser Potentaten waffen per force an sich gezogen. Was auch in diesem seculo und bey unsern zeiten für grosze wiederwertig und streitigkeiten in dem Churfürstl. Hause Pfaltz wegen aufgerichteter verschiedener Testamenten, betreffend die administration und verwaltung der ChurFürstl. Tutel vorgangen, solches stehet vielen in unabfälliger gedechtnusz, und weisen es die darin in offenem Truck gegebene scripta mit mehrem ausz, wie dann auch in den LehenRechten in Feudis ex pacto et providentia, sonderlich aber in den Feudis, so Regalem Dignitatem annexam haben, die Testamenti factio per Regulam verbotten, und sonderlich in Aurea Bulla dem proximiori Agnato der Minderlährigen Churfürsten Tutelar administration ohnverenderlich aufgetragen. Ist also der modus Regna per Testamenta transferendi ins gemein bey den Völckern nicht hergebracht, auch nicht sicher und ohne besorgenden streit; Ohne ist es nicht, und seynd zwar Exempla verhanden, dasz auch durch Testamenta Königreiche ieweiln transferiret, deren verschiedene Ærodi. rer. ab omni antiquitat. judicat. lib. 5. tit. 3 fol. 170 anziehet, Gestalt dann auch das Römische Reich anfangs ieweiln durch Testamenten übertragen, maszen dann Kayser Augustus von Julio Cæsare, von Augusto Tiberius, von Tiberio Caligula per Testamentum zu desz ReichsErben benennet und eingesetzet. Der König Attalus hat per testamentum die Römer zu Erben eingesetzet, und andere Könige haben den Römern per Testamenta ihrer Kinder Vormundschaft aufgetragen, wie Crantzius d. lib. 2 c. 4 in seiner Dania meldet, aber solche Exempla seynd rara und nicht lange continuiret, auch von denen Reichen, welche communi et hereditario jure, ihrer gewonheit nach, deferiret werden, zu deuten, welches dann von verschiedenen König Reichen als Arragonien, Portugal und andern exemplificirt wird. 2